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Neubau des Technik- und Ausbildungszentrums Oberhavel (TAZ)


© Landkreis Oberhavel


Hier informiert der Landkreis Oberhavel über den Neubau des Technik- und Ausbildungszentrums (TAZ) für den Brand- und Katastrophenschutz in Oranienburg.


Das neue Highlight in Oranienburg - nicht nur für Feuerwehrleute

Seit Januar 2022 entsteht in der Germendorfer Allee 16 a in Oranienburg das neue Technik- und Ausbildungszentrum Oberhavel (TAZ). Das TAZ wird künftig optimale Arbeitsbedingungen für die Ausbildung im Brand- und Katastrophenschutz bieten. Es entstehen unter anderem moderne Räume für die Schlauchpflege,  die Lagerung von Geräten und Ausrüstung für den Katastrophenschutz und eine Atemschutzwerkstatt. Gebaut werden außerdem eine große Fahrzeughalle, eine Funkwerkstatt, ein Pumpenprüfstand, mehrere moderne Schulungsräume sowie Sanitär- und Umkleideräume. Außerdem sind Räume für die Katastrophenschutzeinheit des Landkreises geplant. Sowohl in einer Atemschutzübungsanlage, als auch von dem Feuerwehrturm aus können realitätsnahe Einsätze simuliert werden. Auf der Außenanlage sind darüber hinaus ein Löschteich, eine Böschung mit Schacht sowie ein Gleis- und Autobahnabschnitt geplant, an denen technische Hilfestellungen, beispielsweise nach Verkehrsunfällen, geübt werden können. Künftig wird damit eine so vielfältige und wirklichkeitsgetreue Ausbildung wie noch nie möglich.

Gleichzeitig wird die Landwirtschaftsschule des Landkreises Oberhavel ihr neues und zeitgemäßes Zuhause im TAZ finden. Die Landwirtschaftsschule ist die älteste, durchgängig existierende Landwirtschaftsschule Deutschlands. Sie erfüllt für den ländlichen Raum im Landkreis Oberhavel und darüber hinaus eine wichtige Aufgabe und bietet ein Aus- und Weiterbildungsspektrum von der Landwirtschaft bis zur Hauswirtschaft. Mit dem Neubau ergeben sich für die Landwirtschaftsschule neue Perspektiven in der Angebotspalette.

Weitere Details zu der Entwicklung und Entstehung finden sich unter „Was bisher geschah“.

Wichtige Fakten

Fertigstellung: geplant August 2023

Grundstücksgröße: ca. 21.500 m²

Grundfläche Gebäude: ca. 3.300 m² auf zwei Geschosse verteilt

Außenanlage: ca. 18.000 m²

Investition: geplant rd. 15 Mio. EUR (zzgl. Ausstattung und IT)

Architekt und Bauleitung: KÖBER-PLAN GmbH

Meilensteine

18.05.2022 – Spatenstich

24.01.2022 – Erteilung der Baugenehmigung

20.11.2021 – Bestätigung und Veröffentlichung des Bebauungsplans 134

18.10.2017 – Kreistagsbeschluss

Aktuelles

Pünktlich mit dem Ersten Spatenstich am 18.05.2022 hat die Firma ABIA ihre Arbeit begonnen und wird nun bis Dezember 2022 den Rohbau für das neue TAZ aufbauen.

Insgesamt werden mehr als 40 verschiedene Gewerke am Projekt und der Fertigstellung beteiligt sein.

Es werden ein Hauptgebäude mit einer Grundfläche von 3.293,61 m², Straßen und Stellplätze auf insgesamt 4.023,60 m², Gehwege auf 494,76 m² sowie Übungsflächen und Nebenanlagen auf ca. 4.300 m², 53 Stellplätze und 15 Fahrradstellplätze entstehen.

Parallel hierzu errichtet der Landkreis Oberhavel gleich nebenan ein Heizhaus, welches mittels einer modernen Pelletheizung die Wärmeversorgung des TAZ sichert.

Mediathek

Nachfolgenden finden sich einige Impressionen zur Entstehung des TAZ

Das Baufeld

Was bisher geschah ...

Aktuell befindet sich das Feuerwehrtechnische Zentrum Oberhavel in Gransee. Dieses entspricht nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Standort. Daher hat 2017 der Kreistag beschlossen, das Feuerwehrtechnische Zentrum in Oberhavel zu einem Technik- und Ausbildungszentrum (TAZ) für den Brand- und Katastrophenschutz weiterzuentwickeln. Nach ausgiebigen Abwägungen fiel 2018 die Entscheidung für den Standort an der Germendorfer Allee 16 a in Oranienburg – nahe der Polizeiinspektion Oberhavel und mit optimalen Verkehrsanbindungen.

Das Flurstück war im Flächennutzungsplan der Stadt Oranienburg überwiegend als Grünfläche ausgewiesen. Für die Errichtung des TAZ war deshalb eine Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Dieses ist in einem ausgedehntem Verfahren erfolgt, sodass zwischenzeitlich das Baurecht für das Grundstück hergestellt werden konnte.

Bevor auf dem 21.500 Quadratmeter großen Grundstück das zweigeschossige Gebäude mit einer Grundfläche von rund 3.300 Quadratmetern entstehen kann, musste auf dem gesamten Baufeld Baufreiheit geschaffen werden. Dazu wurden Häuser, Schuppen und Nebengelasse abgerissen, der dabei anfallende Bauschutt entsorgt und Zauneidechsen aufwändig umgesiedelt.

Insgesamt wurden im Zeitraum Dezember 2021 bis März 2022 rund 1.400 Quadratmeter bebaute Fläche abgerissen, darunter vier ehemalige Wohnungen, 20 Kachelöfen, 259 laufende Meter Regenrinnen sowie 21 Heizanlagen inklusive aller Anschlüsse. Insgesamt fielen über 1.100 Tonnen Abfall an.