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Integration

Im Landkreis Oberhavel leben viele neu zugewanderte Menschen, die erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Sie stehen vor der Herausforderung, Deutschkenntnisse zu erwerben, die Bestimmungen des Grundgesetzes kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu schließen, den Arbeitsmarkteinstieg zu schaffen und zugleich ihre Kinder beim Ankommen im schulischen Alltag zu unterstützen.

Mit dieser Seite möchte der Fachbereich Soziales und Integration unter anderem:

  • über laufende, geplante und frei zugängliche Integrationsmaßnahmen informieren
  • gesetzliche Regelungen erläutern
  • auf Fördermittel für Integrationsmaßnahmen hinweisen
  • Angebote der non-formalen Bildungsarbeit präsentieren

Deutschkurs für Frauen

In der Volkshochschule Oberhavel in Oranienburg startet demnächst ein Sprachkurs für neu zugewanderte Frauen, die bereits einen Integrationskurs mit Alphabetisierung absolviert haben und ihre Schreib-, Lese- und Sprachkompetenzen weiterentwickeln bzw. vertiefen möchten. Im Rahmen der geplanten Exkursionen können die erworbenen Kenntnisse in realen Situationen angewendet werden. Darüber hinaus wird das selbstgesteuerte Lernen gefördert und die Teilnehmerinnen lernen die Online-Lernplattformen kennen. Für die Kursteilnahme sind mündliche und schriftliche Vorkenntnisse der Niveaustufe A1 erforderlich. Die Anmeldung erfolgt persönlich in der Volkshochschule Oberhavel. Um eine Terminvereinbarung (per E-Mail unter andrea.gerth@vhs.oberhavel.de oder telefonisch unter 03301 601-5755) wird gebeten. Alle Details zum Kurs finden Sie hier.

Leadership-Projekt "Horizont"

Das Projekt „Horizont“ des Vereins IsraAID Germany e.V. startet im März 2021 und richtet sich an Geflüchtete, die im Rahmen professioneller Schulungen und Trainings zur Selbsthilfe in die Lage versetzt werden, eigene Ressourcen aufzubauen. Ihre neu gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten sollen die Projektteilnehmenden an andere Geflüchtete weitergeben und sie beim Ankommen im Alltag unterstützen. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen des Programms bauen gemeinsam mit den Spezialistinnen und Spezialisten von IsraAID Germany e.V. weitere Gruppen auf und geben so die gewonnenen Fähigkeiten an andere Geflüchtete weiter.

„Horizont“ startet im März, dauert 2 Monate und findet im Rahmen kostenloser Online-Workshops statt. Zu den Teilnahmebedingungen zählen: Sprachkenntnisse auf B1-Niveau und Mindestalter von 18 Jahren. Jede Person erhält eine Ehrenamtsvereinbarung und ein Teilnahmezertifikat.

Folgende Themen stehen bei den Workshops im Vordergrund:

•           Wo liegen meine Stärken und wie kann ich diese in einem sozialen Engagement einbringen?

•           Wie arbeite ich gut im Team und erreiche meine persönlichen Ziele?

•           Wie kann ich soziale Projekte planen und durchführen, um anderen Menschen zu helfen?

Interessierte Personen können sich um die Projektteilnahme unter der E-Mail-Adresse lotto@israaid.org bewerben.

Die START-Bewerbungsphase hat begonnen

Seit dem 01.02.2021 können sich talentierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationserfahrung für ein dreijähriges START-Stipendium bewerben, dass im Sommer beginnt und herausragendes Engagement für die Gesellschaft fördert. Die Bewerbungsphase endet am 15.03.2021. Interessierte können sich über das Start-Stipendium im Rahmen der Online-Veranstaltungen informieren. Aus dem Landkreis Oberhavel nehmen zurzeit sieben Stipendiatinnen und Stipendiaten am Start-Programm teil.

Bei der START-Stiftung handelt es sich um eine Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Die jährlich vergebenen START-Stipendien fördern herausragende junge Menschen mit Migrationserfahrung, die sich gesellschaftlich engagieren möchten. Im Rahmen des dreijährigen Bildungs- und Engagementprogramms besuchen die Stipendiatinnen und Stipendiaten Veranstaltungen und Seminare zu fachlichen Themen und Zukunftsfragen und werden durch Landeskoordinatoren und -koordinatorinnen betreut. Auch durch die Finanzierung von Büchern, Schulmaterialien, Workshops, Internetgebühren und weiteren Bildungsmaßnahmen sollen Potenziale und die persönliche Entwicklung der geförderten Schülerinnen und Schüler entfaltet werden. Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, die selbst oder deren Mutter oder Vater nach Deutschland zugewandert sind, die aktuell mindestens die 9. Klasse besuchen, mindestens drei weitere Jahre auf eine allgemein- oder berufsbildende Schule gehen werden und Deutsch mindestens auf dem Niveau GER-B1 beherrschen.

Interessierte Schülerinnen und Schüler müssen sich hier registrieren und anschließend Fragen nach der Motivation beantworten, einen Fragebogen ausfüllen und benötigte Unterlagen hochladen. Alle Details zum Bewerbungsprozess finden Sie unter folgendem Link. Hier finden Sie ein Erklärvideo.

Online-Sprachcafé

Viele Neuzugewanderte verfügen trotz abgeschlossener Sprach- und Integrationskurse nicht über ausreichende Sprachkenntnisse. Abhilfe können Sprachcafés schaffen. Angesichts der Coronapandemie bietet das Onlinesprachcafé des Vereins IsraAID Germany e. V. eine optimale Lösung für die Durchführung eines solchen Projekts: Im Rahmen des Onlineaustausches zwischen Migrantinnen und Migranten, die bereits seit vielen Jahren in Deutschland leben und die Sprache sehr gut beherrschen. Mit neu zugewanderten Menschen wird nicht nur die Lücke beim Spracherwerb geschlossen. Hier werden auch Alltagsthemen besprochen, die für alle Teilnehmenden von Relevanz sind.

Möchten Sie am Onlinesprachcafé teilnehmen? Dann klicken Sie auf folgenden Link, um zur Terminübersicht zu gelangen oder scannen den QR-Code unterhalb dieses Textes.

Online-Sprachcafé

Wählen Sie einen Termin und klicken Sie auf Termin wählen“, um zur Veranstaltung beziehungsweise zum entsprechenden Link zu gelangen. Der Link muss vor Beginn des Onlinesprachcafés angeklickt werden. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Onlineaustausch!

Förderung von Integrationsmaßnahmen aus Landesmitteln

Das Land Brandenburg fördert die Durchführung von Integrationsmaßnahmen auf kommunaler und regionaler Ebene. In diesem Zusammenhang können beim Landkreis ab sofort Förderanträge für Integrationsvorhaben eingereicht werden.

Durch die Landesförderung sollen der gesellschaftliche Zusammenhalt sowie die aktive Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in allen Bereiches des gesellschaftlichen Lebens unterstützt werden. Zu den Förderzielen zählt zudem die interkulturelle Öffnung von Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen, sowie der Abbau von Vorurteilen und Benachteiligungen aufgrund der Herkunft, des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung. Die ausführliche Beschreibung des Förderungsgegenstandes finden Sie in der Förderrichtlinie des Integrationsbudgets für die Integration von Migrantinnen und Migranten in den Landkreisen und kreisfreien Städten des Landes Brandenburg des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (siehe Integrationsbudget). Antragsberechtigt sind kommunale Gebietskörperschaften, Ämter oder gemeinnützige, rechtsfähige Vereine oder Verbände. Förderfähig sind Maßnahmen, die im Zeitraum zwischen dem 01.01.2021 und dem 31.12.2021 stattfinden. Anträge können beim Landkreis Oberhavel, Adolf-Dechert-Straße 1, 16515 Oranienburg, Fachbereich Soziales und Integration eingereicht werden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Fachdienst Integration per E-Mail unter juri.galperin@oberhavel.de.

Medienpädagogisches Präventionsprojekt für Schulklassen

Der Berliner Verein Schlaglicht e.V. hat ein Präventionsprojekt gegen Diskriminierung für fünfte und sechste Klassen sowie deren Lehrkräfte und Sozialarbeitende entwickelt. Ein Team aus drei erfahrenen politischen Medienpädagoginnen und Medienpädagogen begleitet die teilnehmende Klasse vier oder fünf Projekttage lang an einem außerschulischen Lernort. Nach einem allgemeinen Zugang zum Thema Diskriminierungen und Chancengleichheit bearbeiten die Kinder ein von ihnen gewähltes Vertiefungsthema (beispielsweise Flucht).

Der Schwerpunkt liegt dabei stets auf der Gleichwertigkeit aller Menschen. Die Kinder setzen sich mit dem ausgewählten Thema auseinander und erstellen im Laufe des Projektes Kurzfilme, Erklärfilme oder Reportagen. Am letzten Projekttag findet eine von der Klasse vorbereitete Vorführung der Filme statt, die Eltern sowie Mitschülerinnen und Mitschülern präsentiert werden. Die präventive Arbeit mit Schülerinnen und Schülern soll deren Auseinandersetzung und Meinungsbildung zu gesellschaftlich relevanten Themen unterstützen und ihre Akzeptanz für gesellschaftliche Vielfalt stärken. Durch die Arbeit mit Tablets vermittelt das Projekt darüber hinaus auch Medienkompetenzen. Möchten Sie das Projekt an Ihrer Schule durchführen? Der Fachdienst Integration unterstützt Sie gern bei der Organisation des Vorhabens. Sie erreichen uns unter 03301 601-184.

Online-Angebote der Jugendclubs im Landkreis Oberhavel

Aufgrund der Coronapandemie sind zurzeit alle Jugendclubs geschlossen. Einige von ihnen bieten jedoch Online-Angebote an, die über die Online-Plattform Discord erreicht werden können. Discord kann über einen Internetbrowser oder als App genutzt werden. Um die Angebote in Anspruch zu nehmen, werden eine Internetverbindung, ein Handy sowie eine E-Mail-Adresse benötigt.

Die Angebote des Hennigsdorfer Jugendclubs "Conny Island" können auf der Onlineplattform Discord in Anspruch genommen werden. Hier finden ein Jugendcafé, ein Kreativraum und eine Zockerlounge statt. Die mobile Jugendarbeit (Moja) ist im digitalen Raum mit einem eigenen Kanal vertreten. Die Online-Plattform Discord kann über einen Internetbrowser oder als App genutzt werden.

Im Oranienburger Jugendcafé im "CJO e.V." werden auf Discord Spiele gespielt, Unterhaltungen geführt und Hausaufgabenhilfe angeboten. Auf dieser Webseite finden Jugendliche zudem Ansprechpersonen für die mobile Jugendarbeit, die per Handy, WhatsApp, Signal, Telegram, E-Mail oder Hangouts kontaktiert werden können.

Auch "Impuls e.V." in Oranienburg bietet Jugendlichen einen digitalen Raum auf der Onlineplattform Discordserver an. Hier finden gemeinsame Spiele, Unterhaltungen und sonstige Aktivitäten statt.

Das Jugendfreizeitzentrum "Oase" in Velten führt ebenfalls ein Online-Angebot für Kinder und Jugendliche durch.

Das Online-Angebot des Leegebrucher Jugendclubs "T-Point" bietet Jugendlichen Spiele, eine Kreativecke und einen Chatraum an. Die Facebook-Seite des Clubs hält die Interessierten über neueste Entwicklungen auf dem Laufenden. Bei Bedarf kann man mit dem Club auch telefonisch Kontakt aufnehmen: 03304 250417.

Oberkrämers Jugendclubs stellen ebenfalls ein Online-Angebot zur Verfügung. Hier gibt es unter anderem Koch- und Backrezepte zum Nachmachen und Ausprobieren, Kreativangebote, Rätsel und Quizrunden. Alle Kontaktinformationen können hier aufgerufen werden.

Sprachkursübersicht aktualisiert

Die Übersicht von Sprachkursangeboten wurde aktualisiert. Sie steht auf der Internetseite der Integration unter Dokumente zum Herunterladen bereit. Die Volkshochschule bietet unter anderem mehrere Kurse an, die den Spracherwerb mit Theaterspielen, durch Zeichnen und Malen oder im Rahmen der Lektüre deutscher Romane unterstützt. In Hennigsdorf und Oranienburg starten im Februar neue Integrationskurse.

Aufgrund der aktuellen Lage werden viele Kurse derzeit im Rahmen eines virtuellen Unterrichts durchgeführt. Präsenzunterricht kann mit maximal fünf Teilnehmenden durchgeführt werden. Ausführliche Informationen zum Unterrichtsrahmen erhalten Sie direkt beim jeweiligen Kursträger oder beim Fachdienst Integration unter 03301 601-184. Kontaktdaten der Kursträger finden Sie auf der letzten Seite der Sprachkursübersicht.

Veranstaltungen des Projekts "Perspektive Bleiben" für Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte

Das Projekt „Perspektive Bleiben“ bietet ab Anfang März ein umfangreiches Programm in der DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin an. Bei den Workshops von InterCoolTurell (Theater – Fotographie – Comic Grafik Novel) geht es um die Reflektion eigener Erfahrungen. Jugendliche mit und ohne Migrations- oder Fluchtgeschichte setzen sich mit ihren Erfahrungen mit Fremdem auseinander. Bei HipRockTheater = Kunst³ geht es um Kunst. Angesprochen sind Jugendliche, die sich für Musik, Text und/oder Theater interessieren. Beim Geschichtsseminar „Auf den Spuren der Täter…“ geht es um die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Bei einer Exkursion in Berlin suchen die an Geschichte interessierten Jugendlichen nach Spuren der Vergangenheit und diskutieren Auswirkungen dieser Zeit auf die Gegenwart. Das ausführliche Programm mit den Links zur Online-Anmeldung finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass einzelne Termine aufgrund des Pandemiegeschehens verschoben werden können. Die Teilnahmekosten von neu zugewanderten Jugendlichen können unter Umständen übernommen werden. Für Fragen zum Programm steht die Bildungsreferentin, Frau Reischl, unter der Telefonnummer 0176 34020-435 zur Verfügung.